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Zwei Goldene und eine Silberne bei der DM

Sieben Stuttgarter Bogenjäger bei der Deutschen Meisterschaft in Maulbronn

Die Stuttgarter Bogenjäger im SV Hoffeld.
Hinten von links: Wolf, Olaf, Lothar, Wolfram und Jens.
Vorne von links: Anja Luisa "Lu", Kerstin und Günther
Die Stuttgarter Bogenjäger im SV Hoffeld.
Hinten von links: Wolf, Olaf, Lothar, Wolfram und Jens.
Vorne von links: Anja Luisa „Lu“, Kerstin und Günther

Die deutsche Meisterschaft des DFBV des Jahres 2026 fand in der Klosterstadt Maulbronn westlich von Stuttgart statt. Sie wurde ausgerichtet vom VfS Maulbronn-Diefenbach, der auch das sehr beliebte Turnier „Goldener Oktober“ veranstaltet und dessen Mitglieder die Stuttgarter Bogenjäger im SV Hoffeld bereits seit Jahren gut kennen.

Entspannte Atmosphäre noch beim Einschießen am Vorabend: hier mit Olaf, Lu und Günther
Entspannte Atmosphäre noch beim Einschießen am Vorabend: hier mit Olaf, Lu und Günther

Sie hätten vorab schon Warnungen aussprechen können – aber das wäre sinnlos gewesen, denn es sollte die schwerste Deutsche Meisterschaft aller Zeiten werden, und da mussten alle durch. Selbst Weltmeisterschaften erreichen diese Schwierigkeitsgrad eher selten – und genau das war auch das Ziel der Maulbronner: Kleine Tierziele auf maximale Entfernungen, oft schwer einzuschätzende Entfernungen, diffizile Lichtverhältnisse – es sollte ein Vorgeschmack auf die Weltmeisterschaft geben, die 2027 in Bad Waldsee in Süddeutschland stattfinden wird.

Über 350 Schützen warten, dass es losgeht
Über 350 Schützen warten, dass es losgeht

An zwei Tagen mussten alle Teilnehmer die Wettkämpfe auf zwei Parcours ausfechten. Der eine Parcours mit 28 Zielen in der Wettbewerbsform Hunter mit nur jeweils einem einzigen Pfeil; der andere Parcours mit zweimal 14 Zielen wurde jeweils zur Hälfte im Modus Doppelhunter und in einer Drei-Pfeilrunde durchgekämpft.

Schüsse auf der flachen Wiese ohne Konturen: sehr schwer einschätzbare Entfernungen
Schüsse auf der flachen Wiese ohne Konturen: sehr schwer einschätzbare Entfernungen

In den Wettkampf gingen sieben Starter vom SV Hoffeld: in der Klasse Bowhunter Recurve Kerstin (Deutsche Meisterin 2025) und Olaf Labrenz sowie Anja Luisa Riedel (Deutsche Meisterin 2025, ’24, ’21, ’20), und bei den Traditionellen Recurves traten Wolfram Hahn, Jens Asmussen, Günther Manz und Wolf-Martin Riedel an.

Die vier TRB-Recken begannen auf dem schwerem Parcours mit der Hunterrunde. Ein Pfeil bedeutet, dass ein Fehlschuss nicht korrigiert werden kann, das geht auf die Psyche bei vermehrten Nieten. Ganz schlecht lief es für Wolf, der in der Klasse der Jungen Senioren mit 176 Punkten nur als 18. aus dem Parcours kam. Viel besser für Günther, der nach verhaltenem Start schnell in seinen Lauf kam und den ersten Tag mit 238 Zählern auf dem grandiosen Rang drei beendete.

Günther (rechts) schießt über einen Graben auf ein sehr mageres Reh. Links der spätere Zweite, Werner Noe
Günther (rechts) schießt über einen Graben auf ein sehr mageres Reh. Links der spätere Zweite, Werner Noe

Mit freudig strahlenden Augen beendete auch Jens den Tag eins seiner ersten Deutschen Meisterschaft: Platz 15 mit tollen 228 Punkten bei den Herren. Gar nicht zufrieden war Wolfram mit seinen 154 Punkten und dem 34. Rang, ebenfalls bei den Herren.
Unsere BHRler dagegen durften zunächst den vermeintlich minimal leichteren Parcours schießen. Kerstin lief trotz zu wenig Training in der Vorbereitungszeit zu top Form auf und war hoch erfreut über ihr Ergebnis bei den Damen: Mit 318 Punkten konnte sie sich direkt auf die Führungsposition katapultieren und mit 27 Punkten bereits einen einigermaßen beruhigenden Vorsprung erkämpfen. Ihr Mann Olaf war bei den Herren nicht sehr zufrieden und landete mit 331 Punkten auf dem zehnten Rang.
Lu bekam es bei den Jungen Seniorinnen wieder mit ihrer größten Konkurrentin der letzten Jahre zu tun, Rosa Janwlecke, mit der sie sich seit langer Zeit immer wieder heißumkämpfte Wettkämpfe liefert. Es sollte sich wie erwartet ein extrem knapper Bewerb entwickeln. Beide trafen sehr gut, und die Führung wechselte laufend. Lu erzielte an Tag eins schließlich 336 Punkte und verfügte damit nur über einen minimalen Vorsprung von fünf Punkten. Ein Fehler, und die Führung ist weg.

Gemütliches Abend-Ambiente auf dem Gelände des VfS Maulbronn
Gemütliches Abend-Ambiente auf dem Gelände des VfS Maulbronn


Das versprach für den zweiten Wettkampftag mit vertauschten Wettkampfstätten höchste Spannung – vor allem für Kerstin, Olaf, Lu und Günther.

Nebel am Sonntagmorgen. Der Beginn musste wegen schlechter Sicht um eine halbe Stunder verschoben werden
Nebel am Sonntagmorgen. Der Beginn musste wegen schlechter Sicht um eine halbe Stunder verschoben werden

Am Sonntag durften dann die Traditionellen Recurve-Schützen in die Doppel-Hunter- und die Drei-Pfeil-Runde. Günther wusste von vornherein, was ihn erwarten sollte, zu eng saß im das Feld im Nacken. 319 Punkte bedeuteten den zehnten Tagesrang und warfen ihn auf den immer noch tollen sechsten Gesamtrang zurück, gleich in Punktzahl und Killtreffern mit Arno Blumhofer, dem bekannten Bogenbauer aus Bruchsal, und direkt vor Stefan Weckesser, dem amtierenden Weltmeister und Vizeeuropameister. Im gleichen Feld wachte Wolf endlich auf: Mit 338 Punkten wurde er Tages-Fünfter, auch er stärker als der Weltmeister, was ihn aber nur noch auf den 12ten Platz vorrutschen ließ.


Das Strahlen in den Augen behielt Jens nach dem zweiten Tag: 326 Punkte, 13ter am zweiten Tag, insgesamt Platz 16 – ein tolles Ergebnis. Er war mit sich zufrieden, die weiten Distanzen hatten bei ihm gut gepasst, nur bei den kurzen war er zu ungenau. Jens hat mit insgesamt zwölf Kills deutlich mehr als alle seinen Konkurrenten, nicht einmal der Goldmedaillengewinner Thomas Sillmann (bekannt für seine exzellenten YouTube-Videos) traf so viele. Und Jens ist sehr zufrieden mit seiner ersten Saison bei den Wettbewerben des DFBV.
Wolfram war dann ebenfalls etwas versöhnt: Mit 310 Punkten wurde er Tages-26ter und damit insgesamt 29ter.

Für die BHRler vom SV Hoffeld war am zweiten Tag der schwerere Parcours angesagt. Die Erkenntnis half Olaf wenig: Seine 150 Zähler bedeuteten Tagesrang elf, gleichzeitig sein Schlussrang. Zufrieden war Olaf trotzdem. War er doch immerhin „Fahrer seiner Frau“ (Zitat), und das sollte sich lohnen, denn ihren ersten Platz konnte Kerstin mit 216 Punkten souverän über den zweiten Tag retten: 83 Punkte Vorsprung. Platz eins und damit der Deutsche Meistertitel für Kerstin!

Für Kerstin war es ein rundum gelungenes Turnier. An beiden Tagen nette Gruppen und irgendwie ist das Turnier bei ihr so „durchgeflutscht“, wie sie meinte.

Deutsche Meisterin BHR Damen: Kerstin Labrenz (mitte), zweite Sandra Alber (links), dritte Anja Speer (rechts)
Deutsche Meisterin BHR Damen: Kerstin Labrenz (mitte), zweite Sandra Alber (links), dritte Anja Speer (rechts)

Währenddessen ging es bei Lu ebenfalls um die Wurst beziehungsweise die Goldmedaille. Auch am zweiten Tag auf dem schweren Parcours ging der nervenaufreibende Zweikampf weiter. Fast bei jedem Ziel wechselte die Führung. Gegen Ende waren Lu und ihre Konkurrentin Rosa punktgleich. Lu hämmerte ins Außenkill einer winzig kleinen Kröte, Rosa traf nur den Körper – zwei Punkte vorne. Lu hielt dieses Ziel für den letzte Schuss und freute sich bereits – doch sie lag falsch! Es sollte noch ein Ziel kommen, der kleine Elch. Rosa haute noch einmal eine glatte 20 raus, während es Lu nicht mehr schaffte, die Konzentration wieder voll aufzubauen – und sie schoss daneben. Aus – weg – die Goldmedaille am letzten Ziel durch eine Unaufmerksamkeit verloren. Aber – auch die Silbermedaille ist eine tolle Belohnung für die famosen 588 Punkte von Lu.

Deutsche Vizemeisterin BHR Junge Seniorinnen: Anja Luisa Riedel (links), Meisterin Rosa Janwlecke
Deutsche Vizemeisterin BHR Junge Seniorinnen: Anja Luisa Riedel (links), Meisterin Rosa Janwlecke


Und – eine versöhnliche Goldmedaille holte sie sich doch noch: Im Mixed-Wettbewerb, bei dem sie zusammen mit vier Schützen anderer Bogenklassen aus anderen Vereinen antrat, holte sie souverän mit riesigem Vorsprung die Goldmedaille.
Zweimal Gold, einmal Silber, sehr schwierige Parcours – die sieben Stuttgarter Bogenjäger dürfen zufrieden sein mit der Deutschen Meisterschaft 2026 in Maulbronn. Obwohl die Deutsche Meisterschaft lang und extrem anspruchsvoll war, hatten alle dabei eine Riesenfreude. Zum Schluss die Erkenntnis: Höchstes Niveau ist machbar, nur manchmal fehlt die Konstanz. Und es gibt noch einiges zu verbessern, dann kann die Weltmeisterschaft 2027 kommen – hoffentlich dann mit ebenso viel Freude.

Text: Wolf-Martin Riedel
Bilder: Kerstin Labrenz, Jens Asmussen, Wolf-Martin Riedel

Anja Luisa gewinnt Gold im Finale der Deutschen Bowhunterliga 2026

Sechs Stuttgarter Bogenjäger qualifizierten sich für Bad Kreuznach

Am Final-Wochenende Wettkämpfe auf drei 3D-Parcours

Fast ein ganzes Jahr lang hatten die Bogenjäger aus Stuttgart darauf hingearbeitet: Der Höhepunkt der 2026er-Saison der deutschen Bowhunterliga mit Dutzenden Turnieren quer übers Land verstreut fand dann Mitte September auf dem Gelände des BSC Bad Kreuznach statt.

Plastische Tiernachbildungen in allen Größen und Entfernungen als Ziel

Es wurden jeweils die besten ihrer Klassen eingeladen, um dort die wahren Meister des Jahres auszuschießen. Von den Bogenjägern durften die BHR-Schützin Anja Luisa Riedel bei Damen, bei TRB-Schützen Jens Asmussen, Wolfram Hahn und Marc Mauch in der Altersklasse der Herren sowie Günther Manz und Wolf-Martin Riedel bei den Jungen Senioren nach Rheinland-Pfalz anreisen.

Die Turniere fanden auf dem 3D-Parcours des BSC statt, wo am Samstagvormittag zunächst die Rangreihenfolgen in den einzelnen Klassen ausgeschossen wurden. Danach folgten die Ausscheidungswettkämpfe im Duell Mann gegen Mann und Frau gegen Frau.

Jens bei der Anmeldung

Nun musste der sechste gegen den dritten, der siebte gegen den zweiten antreten, usw.. Der achte traf auf den ersten, was Wolfram und Wolf erwischte, die aus diesen Viertelfinalkämpfen ausschieden. Günther hatte sich als siebter etwas besser als Wolf platziert, verlor aber gegen den zweiten der Rangliste Andreas Ziegler. Jens landete auf dem 13. Platz und schied schon früh aus – kein Wunder nach seiner Anreise erst am Wettkampftag, die in aller Frühe um fünf Uhr begonnen hatte.

Marc Mauch (leicht verdeckt) im Finale um die Bronzemedaille

Marc schaffte als Fünftplatzierter der Vorrunde einen Sieg gegen den favorisierten Marc Lang. Sie waren punktgleich, somit zählte die Anzahl der 10er, bei denen Marc Mauch mehr erzielt hatte. Er zog dadurch ins Halbfinale ein, wo er gegen Peter Mangold antreten musste, was er allerdings am Sonntagvormittag verlor. Dadurch zog er ins kleine Finale um die Bronzemedaille am Nachmittag ein.
Auf einer flachen Wiese vor versammeltem Publikum fanden die Finals um Gold/Silber sowie um Bronze oder „Holz“ statt. Direkt hinter und neben den Schützen das versammelte Publikum. Hautnahe, prickelnde Atmosphäre, extrem anspruchsvoll. Marc schaffte als einziger Herr der Bogenjäger den Weg in die Finals. Bei seinem Kampf um Bronze zog er gegen Stefan Fischer leider den Kürzeren. Dennoch Hut ab – ein Riesenerfolg für Marc.

Die übrigen Traditionellen-Recurvebogen-Schützen hatten unterdessen ihre Platzierungen ausgefochten. Günther Manz schaffte bei den jungen Senioren Rang sechs, sehr knappe zwei Punkte vor Wolf. Jens landete nach starker Verbesserung schließlich auf dem neunten Schlussrang, Wolfram wurde achter.

Unsere Amazone Anja Luisa „Lu“ hatte schon in den Vorrundenwettkämpfen ihr Können aufblitzen lassen, war mit sehr hohen Punktzahlen aufgefallen und marschierte unangefochten ins Gold-Finale am Sonntag ein.

Goldfinale mit Anja Berger (links) und Anja Luisa „Lu“ Riedel rechts daneben
Lu sieht sich in aller Ruhe mit dem Fernglas die Killzone an
Es geht sehr eng zu, die Zuschauer und weitere wartende Schützen stehen dicht dahinter – nichts für schwache Nerven

Hier lief sie dann zur Höchstform auf: Die vier Tierplastiken waren jeweils von äußerst magerer Figur und standen auf maximal möglichen Entfernungen – also extrem schwer gestellt.

Trotz dem Duell Frau gegen Frau bleiben beide faire Sportlerinnen

Lu meisterte diese Herausforderung mit Bravour und erzielte phänomenale 70 von 80 möglichen Punkten, wo die meisten visierlosen Schützen rund 30 bis 40 Punkte erzielten, manche noch weniger. Gratulation für diese super Leistung.

Lu gewann somit beim Finale der Bowhunterliga bereits zum dritten Mal die Goldmedaille, zweimal hatte sie die Silbermedaille geholt.

75 Jahre SV Hoffeld

Anlässlich der dreitägigen Jubiläumsfeier war bei den Bogenjägern Schnuppern angesagt. Jeder Interessent durfte mal die „Pfeile fliegen lassen“.

Der Hauptverein SV Hoffeld feierte vom 10. bis 12. Juli 2026 sein 75-jähriges Bestehen. Neben den zahlreichen Aktionen und Partys an den drei Tagen überall auf dem Gelände präsentierte sich die Bogenabteilung beim Jedermann-Schnuppern. Die Bogenjäger gibt es in diesem Jahr auch schon seit 15 Jahren ist und sie stellen mittlerweile die zweitgrößte Abteilung des SV Hoffeld dar.

Ab etwa elf Uhr bis nachmittags gegen 16 Uhr war das Gelände der Bogenschützen stark frequentiert von Mitgliedern des Vereins, die sich einmal aus der Nähe ansehen wollten, was am Waldrand des Hoffelder Sportgebietes so getrieben wird, von Familien, die schnuppern wollten, und Spaziergängern, die einfach mal so reingeschneit kamen.

Super die Bereitschaft der rund zwölf Bogenjäger, an diesem sehr heißen Sonntag ihre Zeit zu opfern für andere Menschen. Danke an alle.

Platzarbeiten

25 sehr tatkräftige Helfer haben angepackt

Ende Mai stand die dringend notwendige Aufbereitung unseres Bogenplatzes an. Trotz Pfingstferien und Turnieren fanden 25 Frauen und Männer die Zeit, das Gelände für unsere geliebten Sport wieder auf Vordermann zu bringen.
Notwendig war das Austauschen der maroden Holzwolleballen, die sehr schwer zu wuchten sind, samt neuer Paletten, das Befüllen neuer Sandsäcke, das anstrengende Roden und Mähen des Dickichts am unwegsamen Schräghang zu den Leichtathleten, das Aufstellen neuer Ziele, das Rückschneiden von Grünwuchs und viele weitere Arbeiten.

Ohne diese 50 starken Hände, die Organisation von Lu und den von Peter H. gelenkten und von Sven geleiteten Gabelstapler, der uns von Chris Gauder aus der Tennisabteilung zur Verfügung gestellt wurde, hätten wir das niemals geschafft.

Zwischendurch gab’s zur Stärkung Pizza von Da Peppone – spendiert hat sie uns Christa Bloch für alle – vielen, vielen Dank!

Gruppenfoto aller Mitwirkenden – Danke, danke, danke!
Harald Jürgler ist hier nicht auf dem Bild, aber er hat ebenfalls tatkräftig mitgewirkt.

So sieht’s jetzt aus! Sehr schön ist’s geworden, danke nochmal an alle fleißigen Helfer.
Gleich am Sonntag wurde alles ausprobiert. Wunderbar ist’s geworden – schön, wenn alle miteinander anpacken.

Süddeutsche Meisterschaft in der Halle

Starke Stuttgarter Schützen

Schauplatz der Süddeutschen Meisterschaften in der Halle war Anfang Februar wie in den Jahren zuvor die Sporthalle in Hechingen zu Füßen der Burg Hohenzollern. Die Stuttgarter Bogenjäger waren mit sieben Schützen recht zahlreich am Wettkampf über zwei Tage vertreten.

Los ging’s bereits am Samstag. Wolf-Martin Riedel startete in der Klasse „Traditioneller Recurve“ bei den Jungen Senioren.

Tatsächlich ging er mit 217 Punkten in Führung – eine deutliche Steigerung gegenüber 2025, als er mit 202 Punkten den dritten Platz belegt hatte.

Anja Luisa Riedel ging zeitgleich mit ihm in der Klasse „Bowhunter Recurve“ bei den Jungen Seniorinnen auf die Planche und hämmerte Pfeil für Pfeil ins sogenannte „Gold“, den höchsten Wertungsbereich, der hier eigentlich weiß ist. Von sechzig Pfeilen trafen 30 sogar ins „X“, einer weiteren Unterteilung im Gold.

Ihr phänomenales Ergebnis von 260 Punkten liegt um neun Punkte über dem bestehenden Weltrekord!

Leider gelten Rekorde nur, wenn sie bei Welt- oder Europameisterschaften erzielt werden. Anja Luisas Titel der Süddeutschen Meisterin war damit natürlich souverän gesichert, während Wolf noch zittern musste.

Denn am Sonntagmorgen folgten weitere Konkurrenten in den Wettkampf, darunter in der Klasse TRB bei den Jungen Senioren der Vorjahressieger Gideon Weber aus Rottenburg sowie Günther Manz und Gerhard Cantz von den Stuttgarter Bogenjägern. Beide konnten sich gegenüber 2025 ebenfalls deutlich steigern, aber ihre Punktzahlen reichten nicht ganz an die von Wolf heran. Auch der Vorjahressieger Weber schaffte die von Wolf vorgelegte Punktzahl nicht. Das bedeutete also für Wolf die Goldmedaille, Silber für Weber und für Gerhard Bronze. Premieren für beide: Wolfs erste Goldmedaille und für Gerhard der erste Podiumsplatz in der Halle überhaupt. Von den Stuttgarter Bogenjägern nicht dabei war diesmal Lothar Hahn, der 2025 noch den zweiten Platz belegt hatte – er hätte bestimmt ebenso ein gewichtiges Wörtchen mitgeredet. Ebenso fehlte Reinhard Meyer, der auch schon einen Titel geholt hatte.

Für Anja-Nicole Hagemann bedeutete Platz drei bei den Damen in der Klasse TRB ein super Ergebnis, denn sie feierte damit bei ihrem ersten Hallenwettkampf gleich ihr erstes Podium. Ihr Mann Dirk Hagemann belegte bei den TRB-Herren den tollen siebten Rang.

Große Freude dann auch in der Klasse der „Historischen Bögen“, in der die Bögen komplett aus Holz nach historischen Vorbildern gefertigt sein müssen und ausschließlich mit Holzpfeilen geschossen werden dürfen. Matthias Valero sprang bei den Jungen Senioren ganz oben aufs Treppchen: Nach seinem zweiten Platz im Jahr 2024 und dem dritten 2025 gelang ihm damit nun endlich der ersehnte Titelgewinn. Die Entscheidung war höchst spannend und denkbar knapp und fiel erst ganz zum Schluss: Nervenstark siegte Matthias mit einem einzigen Punkt Vorsprung.

Eine tolle Ausbeute also für die Stuttgarter Bogenjäger: dreimal Gold und zweimal Bronze.

Bilder und Ergebnis vom Nikolausschießen

Bilder vom Nikolausturnier am 6. Dezember sind online.

Ganz großen Dank an Christa und Peter Bloch, die sich sehr viel Mühe gemacht haben, uns ein wunderbar entspanntes, abwechslungsreiches und auch anspruchsvolles Turnier zu gestalten. Und auch dafür gesorgt haben, dass für die Teilnahme, die Verpflegung und den Punsch nichts bezahlt werden musste. Außerdem haben sie uns für das Turnier mit bestem Nikolaus-Wetter beschenkt. Danke, danke.

Hier geht’s zum Fotoalbum.

Und hier ist der Link zur Ergebnisliste.

Deutsche Meisterschaft in Coswig (Anhalt)

Drei Medaillen durch die weiblichen Bogenjäger

Die Deutsche Meisterschaft des DFBV in der Disziplin Bowhunter stellt den Höhepunkt der nationalen Wettbewerbe einer jeden 3D-Outdoor-Saison für die Schützen der Stuttgarter Bogenjäger dar.

Diesmal machte sich ein Delegation von fünf Bogenschützen des SV Hoffeld auf die Reise. Es ging nach Coswig (Anhalt) an die Elbe südlich von Berlin, um sich dort im Wald, auf Wiesen und Feldern sowie in einem Steinbruch mit den besten deutschen 3D-Bogenschützen zu messen.

Es sollte eine sehr anspruchsvolle und äußerst schwierig gestellte Meisterschaft werden. Von den Parcours in unserer Umgebung sind wir an bergiges und hügeliges Terrain gewöhnt, vollkommen ebene Schüsse auf weite Distanzen kommen bei uns so gut wie nie vor. Im Flachen ist die Einschätzung der Entfernung der Ziele sehr schwierig, und sowohl beim instinktiven Schießen als auch mit System kann man sich gewaltig täuschen. Dazu kamen dann immer wieder widrige Wetterumstände mit Regen und Sturm. Das machte sich vor allem auf dem Doppelhunter-Parcours im Steinbruch extrem bemerkbar. Von diesen Umständen, der weiten Anreise und dem täglich sehr frühen Wettkampfbeginn ließen sich unsere Stuttgarter Bogenjäger aber nicht beeindrucken.

In der Bogenklasse Bowhunter Recurve BHR war Kerstin Labrenz bei den Damen siegreich – es war ihr erster Turniergewinn überhaupt! Und das souverän mit 896 Punkten und dem satten Vorsprung von 201 Punkten. Und vor allem trotz heftiger Schmerzen im Schulterbereich, die sie noch in der Vorwoche stark beeinträchtigt hatten.

Ihr Ehemann Olaf war in der gleichen Bogenklasse bei den Herren zunächst sehr gut auf Rang sieben gestartet. Unser Jugend-Trainer schaffte es dann sogar, sich am zweiten Tag auf den hervorragenden fünften Gesamtplatz zu verbessern und diesen auch am letzten Tag zu festigen. Und das eine Woche, nachdem er sich beim stark besetzten Vorbereitungsturnier in Reutlingen seinen ersten Turniersieg geholt hatte.

Wettkampf-Trainerin Anja Luisa „Lu“ Riedel konnte als routinierte Schützin bei den Jungen Seniorinnen ab 55 Jahren ebenfalls in der Klasse BHR mit einem riesigen Vorsprung gewinnen. Ihre 972 Punkte bedeuteten den gewaltigen Vorsprung von 234 Zählern – das ist bereits ihr siebter Deutscher Meistertitel!

Helena, die Tochter der beiden Labrenz‘, trat bei den Jungen Erwachsenen in der Bogenklasse Traditioneller Recurve TRB an, wo sie die Silbermedaille gewinnen konnte. Bei ihr hatte es sich schnell abgezeichnet, dass die von Anfang an auf Rang eins liegende, amtierende Europameisterin Stella Kratochwill nicht zu knacken war, dafür konnte sie Sarah Klein, ihre Finalgegnerin vom Bowhunter-Liga-Finale in Haigerloch, siehe https://bogenjaeger-stuttgart.info/dreimal-treppchen-beim-finale-der-deutschen-bowhunterliga-2025/ mit 661 Punkten um 86 Punkte deutlich distanzieren.

Wolf-Martin Riedel platzierte sich in der gleichen Bogenklasse TRB bei den Jungen Senioren dagegen deutlich weiter hinten. Dem gutem Start am ersten Tag mit Rang neun folgte ein missglückter zweiter Tag, den ein wiederum guter dritter Tag mit Tagesplatz zehn nicht mehr retten konnte: 779 Punkte und 17. Gesamtrang. Dadurch konnte er auch im Mixed-Wettbewerb mit einer aus verschiedenenen Vereinen zusammengestellten Mannschaft aus unterschiedlichen Bogenklassen seinen Vorjahres-Meistertitel nicht verteidigen, Platz fünf diesmal.

Bilder und Ergebnis vom Mario-Gedächtnisturnier

Die Bilder sind online

Fast 400 Bilder vom Gedächtnisturnier sind anzusehen. Hauptsächlich Kerstin hat da alle Teilnehmer mehrfach sehr schön abgelichtet, Das lohnt sich anzusehen. Viel Spaß.

Hier geht’s zum Fotoalbum.

Und hier die Ergebnisliste:

Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre

1. Berthold, Pepe, 232 Punkte, 1 Kill

2. Hebisch, Bobby 224 4

3. Bachor, Charlotte 152 2

Damen

1. Riedel, Anja Luisa, 424 Punkte 9 Kills

2. Labrenz, Helena 348 5

3. Hermann, Muriel 302 6

4. Krause, Analena 300 5

5. Fauth, Dorothee 286 8

6. Hagemann, Anja 272 3

7. Bisswang, Vanessa 268 5

8. Nogger, Anja 264 3

9. Meyer, Susanne 240 1

10. Bachor, Ellen 238 0

11. Brückner, Sonja 222 4

12. Bachor, Isabella 204 2

13. Hellmer, Angelika 196 2

14. Schneider, Stephanie 136 1

Herren

1. Mauch, Marc, 436 Punkte, 12 Kills

2. Riedel, Wolf-Martin 410 6

3. Hahn, Lothar 408 10

4. Manz, Günther 408 5

5. Labrenz, Olaf 402 7

6. Mohrenweiser, Philipp 384 5

7. Asmussen, Jens 380 6

8. Meyer, Reinhard 362 8

9. Hagemann, Dirk 362 5

10. Schilling, Alfred 336 6

11. Bachor, Alex 336 2

12. Runft, Holger 326 3

13. Bloch, Peter 320 5

14. Brückner, André 310 3

15. Hoffmann, Philipp 290 3

16. Leitenberger, Willi 286 2

17. Hofvenschiöld, Henrik 192 2

18. Lightner, Christian 182 3