Schlagwort-Archiv: Bogenschießen

Die beiden Riedels bei der Weltmeisterschaft in Rovaniemi/Finnland

Bronzemedaille für Lu Riedel, Wolf wurde 21.

Der Höhepunkt in ihrem gemeinsamen Leben als Wettkampfbogenschützen sollte für Anja Luisa „Lu“ Riedel und Wolf-Martin Riedel vom SV Hoffeld die Weltmeisterschaft im 3D-Bogenschießen werden. Im letzten Jahr hatten sie noch bei der Europameisterschaft in Confolens teilgenommen, und Anja Luisa hatte sich damals in einem Wahnsinns-Wettkampf die Goldmedaille für den Europameistertitel geholt – das war fantastisch! Wolf hatte krankheitsbedingt den Wettbewerb nach durchwachsenen Platzierungen im Mittelfeld nicht beenden können. Die 1000 Kilometer nach Frankreich hatten beide damals entspannt mit ihrem Campervan bewältigt.

Wieder Erwarten war nun in diesem Jahr die zweitägige Anreise zur Weltmeisterschaft per Flug über Berlin nach Helsinki und die letzten 1000 Kilometer mit dem Nachtzug (nie wieder: zu unruhig, Schlaf immer nur für Minuten) hoch zum Polarkreis nach Lappland sehr stressig. Aber bis Wettkampfbeginn am 3. Juli waren vier Tage zur Eingewöhnung und als Toleranzzeit für das Gepäck mit den Bogenausrüstungen eingeplant. Beide hatten Glück, die Taschen konnten am Flughafen in Helsinki rechtzeitig für die Weiterfahrt im Zug übernommen werden. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Teilnehmern, die Pech hatten und sich sogar Bogen und Pfeile ausleihen mussten.

Die erste Disziplin war Doppelhunter, sie fand für beide am ersten Wettkampftag in der Nacht bei Mitternachtssonne statt. Wolf war mental gar nicht da. Während er sich bei den letzten Doppelhunterliga-Wettkämpfen vor der WM noch hatte festigen können und regelmäßig um die 250 Punkte schaffte, lief’s am ersten Tag der WM gar nicht gut. Der Wettkampfbeginn war erst um 20 Uhr. Das ging bis morgens um 4 Uhr. Aber: voller Durchbruch der Target Panic – 200 Punkte, Platz 34. Das bekam er aber nach dem Ruhetag super in Griff und schaffte bei der 3D-Runde fantastische 474 Punkte – das neuntbeste Tagesergebnis. Am nächsten Tag lief die Ein-Pfeil-Hunterrunde wieder nicht so toll, aber dafür der letzte Tag: wieder 3-Pfeil, wieder Tagesneunter mit strammen 468 Punkten. Insgesamt Rang 21. Die Gesamtplatzierung spiegelt die guten Resultate nicht wieder – denn vor Wolf sind die Abstände extrem knapp: Mit nur 15 Punkten mehr wäre er 15. geworden und mit dem ansonsten machbaren Doppelhunter-Ergebnis von 250 Punkten sogar elfter. Aber wenn…

Wolfs Frau Lu brachte leider die überragende Form der Wochen und Monate vor der WM nicht mit nach Rovaniemi. In allen Wettkämpfen bis dahin hatte sie unangefochten gewonnen, hatte alle Frauen deklassiert und wäre von den erreichten Punktzahlen sogar bei den Männern stets auf dem Treppchen gelandet. Und als amtierende Europameisterin galt sie bei vielen als Favoritin. Aber genau das sollte sich zu ihrem Problem entwickeln: In der ersten Wettkampfdisziplin Hunter mit nur einem Pfeil pro Ziel lief’s zunächst erwartungsgemäß gut und sie lag lange knapp vorne. Doch zur Hälfte der Nacht kamen ein paar schlechtere Schüsse und die direkt hinter ihr liegende Konkurrenz zog vorbei. Das ergab zunächst den Rang vier. Den konnte sie am zweiten Tag halten und am dritten bei einem absoluten „Kopf-an-Kopf-Rennen“ sogar auf Rang drei verbessern, was sie schließlich mit hauchdünnem Vorsprung von 5 Punkten „ins Ziel“ brachte. Richtig zufrieden war sie an keinem Tag, denn ihr fehlte die Souveränität der Monate zuvor. Aber der Druck war zu groß – von ihr selbst und auch von außen. Und während bei Wolf unter den Konkurrenten eine unglaubliche, beflügelnde Harmonie herrschte, wo sich jeder über gute Schüsse der Gegner mitfreute, war der Konkurrenzdruck unter den gleichstarken Damen sehr hoch. Inzwischen kann sich Lu natürlich über den dritten Rang freuen. Sie sieht positiv, dass der Druck als Bronzemedaillengewinnerin in der nächsten Zeit und in den folgenden Wettkämpfen weit nicht so groß sein wird, wie der, wenn sie den Weltmeistertitel geholt hätte.

Übrigens war es traumhaft, eine WM in Lappland zu erleben: atemberaubende Landschaft mit allerdings sehr anspruchsvollem Gelände für die Wettkampfschützen, stimmungsvolle Mitternachtssonne, die absolut tiefenentspannten Finnen, über 900 Schützen aus 31 Ländern, aus allen Teilen der Welt, Atmosphäre, usw.

Problematisch war nur, dass die Wettkämpfe in einem Naturschutzgebiet statt fanden. Da Backstopps so gut wie keine aufgestellt waren zerschellten danebengegangene Pfeile entweder an einem Felsen oder verschwanden im 20 Zentimeter tiefen Moos. Danach zu graben, war strengstens verboten und wurde heimlich überwacht. Wer dabei zweimal gefilmt wurde, wurde disqualifiziert. Nach den verloren gegangenen Pfeilen wurde von der Organisation in den Wettkampfpausen mit Metalldetektoren gesucht. Tatsächlich erhielt Wolf einen Pfeil zurück, der direkt neben einem 70 cm kleinen Pinguin vom Moos verschluckt worden war. Der fiese, winzige Pinguin stand 42 Meter weit weg vom Pflock, und damit sehr, sehr weit. Sonst „opferte“ er nur noch einen Pfeil auf einem Felsen, und Lu verzeichnete gar keinen Verlust. Beide hatten also viel Glück – andere schimpften dafür umso mehr, vor allem die Primitiv- und Holzbogenschützen fluchten schwer. Manch einer hatte 15 Stück an einem Tag verloren und musste vor Ort Nachschub kaufen, der dann aber überhaupt nicht zum Equipment passte.

Rovaniemi, die Hauptstadt Lapplands, liegt in Nordfinnland und ist mit rund 8000 Quadratkilometern die größte Stadt Europas. Auf dieser Riesenfläche wohnen allerdings nur 85.000 Einwohner. Der prominenteste ist der Weihnachtsmann, der hier zusammen mit seinen Rentieren sein Quartier hat und in Santa Claus Village sogar über ein eigenes Postamt verfügt. Nur die An- und dann auch die Abreisen mit dem Flugzeug waren ziemlich schlecht verlaufen. Bei aller Digitalisierung hat man beim Reisen Gott sei Dank immer noch mit Menschen zu tun, aber die kommen mit eben dieser ausufernden Digitalisierung immer weniger zurecht, was Chaos zur Folge hat. Im Nachhinein wären Lu und Wolf lieber mit ihrem Campervan selber gefahren – trotz Zeitaufwand und der enormen Strecke von rund 6000 Kilometern hin und zurück – dafür hätten sie sich dabei größtenteils auf sich selber verlassen können.

Die Europameisterschaft im kommenden Jahr wird in der Steiermark in Österreich sein. Dorthin geht die Reise dann auf jeden Fall nicht im Flugzeug…

Am Bahnhof in Helsinki: Warten auf den Nachtzug
Am Bahnhof in Helsinki: Warten auf den Nachtzug
Hier wird das Fernglas von Lu gecheckt, ob ein Entfernungsmesser eingebaut ist
Beim Marsch der Nationen sind wir mittendrin und machen Radau
Jetzt geht’s los: Lu geht mit ihrer Gruppe auf den ersten Parcours
Ganz hinten, der weiße Fleck ist das Ziel. Danebenschießen gibt Verlust oder Pfeilbruch
Schwer zu treffen: flache Ziele auf unbekannten Entfernungen
Während Lu schon auf den weißen Wolf schießt, sondiert ihre Gegnerin noch
Die sind echt. Ein Treffer kostet 10.000 Euro Strafe
Ein mooriger und moosiger Wald, die Stechmücken sieht man nicht
Siegerehrung in der Klasse Bowhunter Recurve bei den Jungen Seniorinnen
In Rovaniemi vor der Sporthalle, wo wir uns anmelden und das Equipment geprüft wird
Santa Claus begrüßt uns persönlich
Wir sind das Volk…
Alle Schützen stehen nebeneinander und schießen erst nach dem Kommando
Über 900 Schützen nahmen teil an der Weltmeisterschaft
Zunächst geht es sogar noch durch den öffentlichen Straßenverkehr
Null Uhr: der liegende Hirsch im Gegenlicht der Mitternachtssonne
Blick vom höchsten Berg auf die wartende Gruppe von Lu
Noch ein weiter Schuss auf ein Tier der Gruppe 1
Wolf hatte Glück mit sehr angenehmen Konkurrenten
Auf Stegen läuft man durch das Moor
Vin links: Anja Luise Riedel (Platz 3), Rosa Janwlecke (Platz 2), Regina Rommel (Platz 1)
Lu und Wolf

Finale der Deutschen Bowhunterliga: vier Stuttgarter Bogenjäger qualifiziert

Deutschland-weite Liga findet ihren 2023er-Höhepunkt in Maulbronn

Die ganze Saison über fanden rund 25 vergleichbare Turniere nach dem Doppelhunter-Modus statt, und die besten Bogenschützen wurden zum Final-Turnier eingeladen. Der Saisonhöhepunkt findet am 15./16. September in der Klosterstadt Maulbronn statt.

Qualifiziert für das Finale der Bowhunterliga: Wolf-Martin und Anja Luisa Riedel, die beiden links im Bild, und Günther Manz sowie Lothar Hahn, die beiden rechts. Auch im Bild: Marc Mauch, dem wir gute Besserung wünschen, und Reinhard Meyer, der die Liga diese Jahr ausließ
Qualifiziert für das Finale der Bowhunterliga: Wolf-Martin und Anja Luisa Riedel, die beiden links im Bild, und Günther Manz sowie Lothar Hahn, die beiden rechts. Auch im Bild: Marc Mauch, dem wir gute Besserung wünschen, und Reinhard Meyer, der die Liga diese Jahr ausließ

In mancher Augen gilt dieser Modus Doppelhunter als die schwierigste Wettkampfform. Zwei perfekte Schüsse aus verschiedenen Entfernungen auf das selbe Ziel, das kann sehr anspruchsvoll sein.

An rund 20 Wochenenden fanden im gesamten Bundesgebiet ein- oder zweittägige Qualifikationsturniere statt. Man muss mindestens dreimal dabei sein und kann sogar mehrfach teilnehmen, aber nur die drei höchsten Ergebnisse davon werden gewertet. Am besten von den männlichen Stuttgarter Bogenjägern vom SV Hoffeld hat dies  Günther Manz hinbekommen. In der Klasse der Traditionellen Recurvebogen landete er bei den Jungen Senioren ab 55 Jahren bundesweit mit 848 Punkten auf Rang zwei (sehr konstante 286, 282 und 280 Punkte). Nach längerer Führung während der Saison hatte ihm erst ganz am Ende der Heidelberger Reiner Schuppel, der BHL-Gesamtsieger der Jahre 2021 und 2022, den Platz eins abgenommen.

Im gleichen Feld der TRB dahinter Wolf-Martin Riedel auf Platz sechs. Sein grandioses Ergebnis von 305 Punkten in Altenburg im Schwarzwald hatte ihn zunächst sogar auf den vierten Platz nach vorne katapultiert. Die weiteren gewerteten Ergebnisse: 254 und 253 Punkte, macht zusammen 812 Zähler. Beim letzten Turnier in Mitteldeutschland schoben ihn zwei Kontrahenten dann doch noch um zwei Ränge zurück. 

Auch Lothar Hahn ist in derselben Klasse durch seinen 13. Platz mit dabei. Er erzielte bei den drei Turnieren, die in die Wertung einfließen,  241, 240 und 236 Punkte; das macht insgesamt 717 Punkte.

Sprichwörtlich den Vogel abgeschossen mit ihren phänomenal hohen Punktzahlen hat Anja Luisa Riedel in der Klasse Bowhunter Recurve ebenfalls bei den Jungen Seniorinnen. Am ersten Tag in Haigerloch-Stetten lieferte sie grandiose 341 Punkte ab. Und am zweiten Tag setzte sie noch mal eines drauf: unfassbare hohe 361 Zähler. MIt ihrem dritten gewerteten Ergebnis von 316 Punkten kann sie unglaubliche 1018 Punkte anschreiben lassen: unangefochtener Platz eins in ganz Deutschland. Damit wäre sie auch bei den BHR-Männern vorne dabei gewesen.

Doch beim Finale in Maulbronn am Wochenende des 16. und 17. Septembers sind alle vorher erzielten Ergebnisse Makulatur. Alles wird auf null gestellt, die Karten neu gemischt. In Ausscheidungskämpfen Mann gegen Mann und Frau gegen Frau kommt in einem abgewandelten KO-System nur jeweils der bessere eine Runde weiter. Auf diese Weise werden die beiden Halbfinale und schließlich die Medaillen ausgefochten bis hin zu den Finalkämpfen sowohl um die Plätze eins und zwei als auch die Plätze drei und vier.  Dabei stehen dann jeweils vier Tiere bereit, eines von jeder der nach Größe sortierten Tiergruppen, und diese dienen auch hier wiederum aus zwei Entfernungen als Ziel. Zur Krönung finden die Medaillenkämpfe dann sogar vor Publikum statt und hier gilt es um so mehr, die Nerven zu bewahren.

Herbstturnier für alle am 8. Oktober

3D-Turnier für Erfahrene, Anfänger und Jugendliche
Haltet Euch den Termin frei: Den „Golden Summer“ wollen wir genießen mit einem gemeinsamen Turnier, bei dem Erwachsene, Jugendliche, Neulinge, erfahrene Turnierschützen – einfach alle Mitglieder der Abteilung der Bogenschützen im SV Hoffeld willkommen sind.

Es wird nur eine Bogenklasse ohne Handicap-Wertung, getrennt nach Herren, Damen und Jugend, geben.

Wir werden ab 10 Uhr gemeinsam einen 3D-Parcours aus 14 Zielen aufbauen.  Turnierbeginn 11 Uhr.

Geschossen wird in der ersten Runde aus zwei Entfernungen: Erfahrene nehmen das Ziel vom hinteren Pflock ins Visier, Newcomer und Jugendliche vom vorderen.  Newcomer sind in diesem Fall diejenigen, die in diesem Jahr neu in die Abteilung gekommen sind und erstmals bei einem Schnupperkurs teilgenommen haben.

Nach der Mittagspause, in der wir ein Vesper aus der Küche von Rü bekommen, geht’s weiter mit einer schneller ablaufenden Ein-Pfeil-Runde oder einer etwas aufwändigeren Doppel-Hunter-Runde, je nach Zeit.

Jeder darf gerne selbstgebackene Kekse, Kuchen oder sonstiges Fingerfood mitbringen.

Teilnahmegebühr 15  Euro für Erwachsene, inklusive Schnitzelbrötchen oder Leberkäs-Wecken und ein Getränk. Bitte bei der Anmeldung angeben, was gewünscht wird. Jugendliche dürfen kostenlos teilnehmen. Der Erlös fließt in die Abteilungskasse für die Anschaffung von neuen 3D-Zielen oder anderen benötigten Dingen.

Anmelden im Kalendereintrag im Kommentar unten. Die Anmeldung bis zum 5. Oktober ist für die Turnierplanung zwingend erforderlich – wer sich nicht anmeldet, kann nicht teilnehmen.

Die Teilnahmegebühr kann entweder donnerstags bar bei den Range Captains Peter Hirt und Peter Bloch bezahlt werden.

Oder per Paypal an: paypal@bogenjaeger-stuttgart.info

Das Geld muss bis 5. Oktober eingegangen sein. Diese Teilnahmegebühren sind Reuegebühren, werden also bei Nichtteilnahme nicht erstattet.

Vier Medaillen bei der Süddeutschen Hallenmeisterschaft

Erneut drei Stuttgarter Bogenjäger auf dem Podest plus eine weitere Bronzemedaille

Günther Manz (Pl. 2), Lothar Hahn (Pl. 1), Reinhard Meyer (Pl. 3)
Günther Manz (Pl. 2), Lothar Hahn (Pl. 1), Reinhard Meyer (Pl. 3)

Wie schon im Vorjahr machten die Stuttgarter Bogenjäger die Plätze 1 bis 3 in der Klasse Traditionelle Recurvebogen bei den Jungen Senioren unter sich aus: Bei der Süddeutschen Regionalmeisterschaft in Hechingen konnte diesmal Lothar Hahn aufs oberste Podest springen. Platz zwei ging erneut an Günther Manz und dritter wurde Reinhard Meyer, der damit seinen Titel vom Vorjahr an Lothar abtreten musste.

Auf Rang 3 bei den Primitivbogen Matthias Valero
Auf Rang 3 bei den Primitivbogen Matthias Valero

 

Erstmals bei einer Bogen-Meisterschaft am Start war Matthias Valero, dessen Courage gleich mit einem dritten Platz und der Bronzemedaille belohnt wurde. Er war in der Klasse Primitivbogen bei den Jungen Senioren angetreten.

Ebenfalls bei den Traditionellen Recurves nahm Wilfried Leitenberger teil, er belegte bei den Herren den Rang sechs.

Erfolgreiche Stuttgarter Bogenjäger: Willi Leitenberger, Reinhard Meyer, Lothar Hahn, Matthias Valero und Günther Manz (von links)
Erfolgreiche Stuttgarter Bogenjäger: Willi Leitenberger, Reinhard Meyer, Lothar Hahn, Matthias Valero und Günther Manz (von links)

Neujahrsschießen

Gemeinsamer Start ins neue Jahr

Wir treffen uns kurzentschlossen am 1. Januar um 13.30 Uhr und veranstalten ein freudiges „Neujahrsschießen“. Einfach kommen, dann bauen wir miteinander einen schönen 3D-Parcours auf und haben Spaß miteinander. Wer will, mit Wertung.

Erwachsene, Jugendliche, Neulinge – alle sind willkommen.

Wir schießen in Gruppen auf dem Platz eine 3-Pfeil-Runde. Für diejenigen, die es wollen, wird es eine Abschlusswertung geben, aber keine Preise und Urkunden, dafür viel Spaß.

Treffpunkt 13.30 Uhr.

Adventsturnier am 18. Dezember 2022

Weihnachtliche Freude

Wer hätte das gedacht: In den letzten Tagen herrschten eisige Temperaturen oft weit unter null Grad. Noch in der Nacht vor dem Adventsschießen zeigte das Thermometer zweistellige Minusgrade. Somit war eigentlich nur mit ein bis zwei Händen voll Schützen beim Adventschießen am 18. Dezember zu rechnen, obwohl im Laufe des Tages der Gefrierpunkt langsam überschritten wurde. Doch die Stuttgarter Bogenjäger lassen sich auch von etwas kühler Luft nicht so schnell abschrecken.
Über 30 Personen kamen schließlich um 14 Uhr nach Hoffeld und nahmen am Adventsschießen teil. Plus ein paar neugierige Zaungäste, die nächste Mal bestimmt auch dabei sein werden. Tatsächlich erzeugten die Schneedecke bei leicht bedecktem Himmel und das wärmende Lagerfeuer eine wunderbar vorweihnachtliche Stimmung.
Karin und Peter Hirt, Christa und Peter Bloch hatten die Organisation samt Turnierleitung, den Aufbau der Ziele und das Grillen von Bratwürsten sowie das Ausschenken des (alkoholfreien) Winterpunschs in die Hände genommen. „Rü“, der Wirt der Vereinsgaststätte, hatte kurzfristig eine Feuerschale zur Verfügung gestellt.
Und Franz Trieb, der Designer unserer stets wunderschön gemalten Ziele, hatte wieder einen tollen Schneemann und einen Adventskranz als Sonderziel gestaltet. Günther Manz hatte beim Aufbau geholfen, und auch Gerhard Cantz stellte sich an den Grill.
Einen großen Dank an alle, die uns dieses sehr kurzweilige Turnier ermöglicht haben.
Zu Beginn wurden Dreier-Teams gebildet. Um Chancengleichheit zu erreichen, setzten sich diese jeweils aus einem engagierten Wettkampfschützen, einem Ab-und-zu-Turnierschützen und einem Beginner zusammen. Niemand sollte sich schon vorher wie der sichere Sieger fühlen – oder die sichere Siegerin.
Zehn fantasievoll aufgestellte Schüsse – alle nicht einfach – trennten die Spreu vom Weizen. Als Höhepunkt der Sonderschuss: ein am Seil fahrender Adventskranz. Durch die Bewegung war dieser sehr schwer zu treffen. Noch schwerer: die Flammen der Kerzen auf dem Kranz abschießen. Tatsächlich sollte lange niemand die (nachgebildeten) Flammen treffen. Viele schossen daneben oder spickten ihre Pfeile zumindest in den Kranz, was dann 20 Punkte gab.
Doch schließlich gelang es Anja Luisa „Lu“ Riedel als einzige, den Highscore in die Flamme zu erzielen – 200 Punkte gab’s für diesen Meisterschuss.
Und damit holte sich Team 2 mit Lu, Alfred und Olaf den ersten Platz.
Zunächst geehrt mit dem dritten Rang, landete Team 1 mit Franz, Melanie und Frederik schließlich sogar auf dem zweiten Platz – sie hatten vor der Siegerehrung die erzielten Punkte des Sonderschusses nicht auf ihrer Score-Karte vermerkt. Rang drei ging somit an Team 3 mit Günther, Susanne und Analena.

Noch einmal wünschen wir allen ein schönes Fest, besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bestimmt sehen wir uns auch während der Ferien auf dem Platz des SV Hoffeld.

Alle Fotos dazu finden Mitglieder im Fotobereich
oder hier: https://bogenjaeger-stuttgart.info/adventsschiessen-2022/

Text: Wolf-Martin Riedel

Schießaufsicht in der kalten Zeit

Leider bieten wir ja in der kalten Jahreszeit keine verbindliche Betreuung/Schießaufsicht auf dem Gelände an.

Für die neueren Mitglieder, die noch keine Platzreife haben, bedeuted das, dass sie nur schießen dürfen, wenn jemand mit Platzreife vor Ort ist und sie sich darüber verständigt haben.

Um die Planung etwas zu vereinfachen, haben wir auf der Seite Aufsicht/Schiessanlage eine Tabelle Platzbetreuung hinterlegt, in der sich Schützen MIT Platzreife eintragen können um den anderen Mitgliedern zu zeigen, wann Betreuung gegeben ist. Die Eintragung dort ist freiwillig und unverbindlich.

Die beste Betreuung bekommt ihr natürlich wenn ihr euch persönlich verabredet.

Denkt auch daran, es gibt eine Mitgliederliste in die ihr euch freiwillig eintragen könnt. Das erleichtert die Abstimmung.

In der Halle sind die Zeiten verbindlich, aber der Platz begrenzt und bei diesem Wetter ist es draußen natürlich deutlich schöner.

Euch allen eine gute Zeit und bleibt gesund.

Deutsche Meisterschaft in Kempten: Höhepunkt der Outdoor-Saison

Novum für den SV Hoffeld: Noch nie waren so viele Stuttgarter Bogenjäger bei einer Deutschen Meisterschaft am Start

Gleich beginnt der Wettkampf: Lothar, Günther und Reinhard, bevor die einzelnen Gruppen auf die Parcours loslaufen

Eine Frau und sieben Herren machten sich Anfang Oktober auf den Weg ins Allgäu nach Kempten. In der Klasse Bowhunter Recurve nahm bei den Jungen Seniorinnen Anja Luisa „Lu“ Riedel den Wettkampf auf, bei den Herren Marc Mauch. In der Klasse Traditioneller Recurve bei den Herren Lukas Lick sowie Wolfram Hahn und bei den Jungen Senioren ab 55 Jahren Günther Manz, Lothar Hahn, Reinhard Meyer und Wolf-Martin Riedel. Für diese acht Personen sollte die Veranstaltung gleich in dreierlei Hinsicht einzigartige und extreme Erlebnisse bieten: Erfolg und Misserfolg, fürchterliches bis herrliches Wetter und das alles auf vier herrlich gestellten Parcours mit traumhaften 3D-Tieren in grandioser Natur.
Der Wetterbericht für Tag eins, das war Sonntag, der 2. Oktober, hatte Regen und Sturm vorhergesagt. Tatsächlich kam es dann nicht ganz so schlimm und es regnete nur leicht. Teilweise konnten sogar Regenjacken und -hosen abgelegt werden. Mittags deutete ein kräftiger Schauer an, wie schlimm es hätte kommen können. Währenddessen wurden die Wege durch Wälder und Felder von Stunde zu Stunde schmieriger und der Schlamm immer tiefer. Das zog für alle Schützen anspruchsvollste Bedingungen nach sich.
Die Stuttgarter Bogenjäger legten am ersten Tag bei einer 3-Pfeil-Runde und einer Doppelhunter-Runde eher verhaltene Ergebnisse hin. Unsere Jungen Senioren bei den traditionellen Recurve-Schützen waren am besten vertreten durch Günther, der sich auf Platz 6 fand, Wolf, Lothar und Reinhard deutlich weiter hinten auf den Rängen 19, 21 und 23. Bei den Herren lag Lukas auf einem aussichtsreichen Rang 10, Wolfram auf Platz 32. Die Bowhunter Recurves sahen Marc auf der 16. Stelle, und auf einem sehr guten zweiten Platz rangierte Lu, die Dritte von 2021, punktgleich mit der Titelverteidigerin des Vorjahres Brigitta Reger – allerdings scheinbar gewaltige, kaum aufholbare 32 Punkte hinter der Führenden, Rosa Janwlecke aus Varl.
Der Regen sollte auch in der Nacht immer wieder kehren, hörte allerdings rechtzeitig vor dem Wettkampfbeginn wieder auf. Doch auf den zuvor matschigen Wegen und Pfaden fanden nun heftigste Schlammschlachten statt, bei jedem Schritt versanken die Stiefel bis über die Knöchel im Morast. Die drei Jungen Senioren Wolf, Lothar und Reinhard kamen mit den Bedingungen und der gnadenlosen Ein-Pfeil-Hunterrunde, in der pro Ziel nur ein Pfeil geshossen wird, gar nicht zurecht und schlidderten einheitlich auf die Schlussränge 21 bis 23, Lothar und Wolf dabei sogar exakt gleich in der Anzahl der Punkte und Killtreffer. Auch Günther rutschte auf den 12. Rang ab. Bei den Herren musste Wolfram ebenso einen Platz abgeben, er wurde 33. bei seiner ersten großen Meisterschaft.
Viel besser machte es dagegen Lukas Lick: Er stürmte mit dem zweitbesten Punktergebnis seiner Klasse weit nach vorne. Das sollte für den Sprung auf das Treppchen reichen: dritter Platz bei der Deutschen Meisterschaft. Nur ein Schütze war an diesem Tag bei den Traditionellen Recurves noch besser. Der mit einigen Stuttgarter Bogenjägern gut bekannte Frank Herzig aus Riederich bei Metzingen legte ein bravouröses Ergebnis hin und schnellte von Rang 14 ganz nach oben aufs Treppchen. Der frisch gebackene Goldmedaillengewinner der Europameisterschaft, bei der er am letzten Tag ein ebensolches Bravourstück hingelegt hatte, konnte damit seinen Titel vom Vorjahr in Fulda verteidigen, das war bereits der dritte Titel in Folge.
Unter starken Schmerzen in der Schulter war Marc Mauch nach Kempten gekommen. Bei Berücksichtigung dieser Tatsache ist noch höher anzurechnen, dass er sich sogar noch um einen Platz verbessern konnte: Schlussrang 15. Marc schaffte dabei sogar den Sprung aufs Treppchen: In der vereinsübergreifenden Mannschaftswertung „Mixed“, in der zwei Visierschützen und drei weitere Schützen aus mindestens zwei anderen Klassen antreten, erkämpfte er sich seinen hochverdienten dritten Rang.
Auch unsere Europameisterin von Frankreich, Anja Luisa „Lu“, hatte eine große Aufgabe vor sich. Man schießt in den großen nationalen und internationalen Bewerben stets zu zweit, und die Gruppen werden am zweiten Wettkampftag nach dem Ergebnis des Vortages eingeteilt. Dadurch schießen die direkten Konkurrenten Aug in Aug, Punkt für Punkt gegeneinander, Lu musste daher als Zweite gegen die Führende antreten. Und begann denkbar schlecht. Doch auch ihre Konkurrentin musste Federn lassen. Dafür zogen nun die anderen vorbei. Doch Lu konnte sich fangen und kämpfte sich wieder nach vorne durch – nur eine Konkurrentin sollte unerreichbar bleiben: Die Tags zuvor noch Vierte, Frauke Köndgen, zeigte an diesem Tag der Deutschen Einheit keinerlei Schwächen und gewann souverän den Titel vor Anja Luisa Riedel, der Deutschen Vizemeisterin.
Fazit: Licht und Schatten bei den Stuttgarter Bogenjägern. Drei Schützen auf dem Treppchen und hochklassige Wettkämpfe auf vier unvergesslichen 3D-Parcours von absolut höchstem internationalen Niveau.

Dahoim isch Dahoim

Gemeinsames Bogenschießen
auf dem Bogenplatz des SV Hoffeld für alle Daheimgebliebenen. Ganz zwanglos, nur wer will, mit Wertung.

Erwachsene, Jugendliche, Neulinge – alle sind willkommen.

Wir schießen in Gruppen auf dem Platz eine 3-Pfeil-Runde. Für diejenigen, die es wollen, wird es eine Abschlusswertung geben, aber keine Preise und Urkunden, dafür viel Spaß.

Treffpunkt 11 Uhr. Wir werden die Ziele gemeinsam aufbauen.

Trinken und Essen selber mitbringen – die Vereinsgaststätte macht Betriebsferien. Vielleicht hat jemand Lust, einen Kuchen zu backen?

Platz 1, 2, 3 für Meyer, Manz und Hahn bei der Süddeutschen

Dreifach-Sieg für die Stuttgarter Bogenjäger bei der Süddeutschen Hallenmeisterschaft

Von links: Günther Manz (2.), Reinhard Meyer (1.) und Lothar Hahn (3.)

Das ganze Podium in Hoffelder Hand: Am 12. Februar in Hechingen sprang Reinhard Meyer bei seinem ersten Hallenturnier gleich auf den ersten Platz – Glückwunsch! Mit 217 Punkten verwies er Günther Manz auf Rang zwei (201 Punkte) und Lothar Hahn (189 Punkte).