Anja Luisa gewinnt Gold im Finale der Deutschen Bowhunterliga 2026

Sechs Stuttgarter Bogenjäger qualifizierten sich für Bad Kreuznach

Am Final-Wochenende Wettkämpfe auf drei 3D-Parcours

Fast ein ganzes Jahr lang hatten die Bogenjäger aus Stuttgart darauf hingearbeitet: Der Höhepunkt der 2026er-Saison der deutschen Bowhunterliga mit Dutzenden Turnieren quer übers Land verstreut fand dann Mitte September auf dem Gelände des BSC Bad Kreuznach statt.

Plastische Tiernachbildungen in allen Größen und Entfernungen als Ziel

Es wurden jeweils die besten ihrer Klassen eingeladen, um dort die wahren Meister des Jahres auszuschießen. Von den Bogenjägern durften die BHR-Schützin Anja Luisa Riedel bei Damen, bei TRB-Schützen Jens Asmussen, Wolfram Hahn und Marc Mauch in der Altersklasse der Herren sowie Günther Manz und Wolf-Martin Riedel bei den Jungen Senioren nach Rheinland-Pfalz anreisen.

Die Turniere fanden auf dem 3D-Parcours des BSC statt, wo am Samstagvormittag zunächst die Rangreihenfolgen in den einzelnen Klassen ausgeschossen wurden. Danach folgten die Ausscheidungswettkämpfe im Duell Mann gegen Mann und Frau gegen Frau.

Nun musste der sechste gegen den dritten, der siebte gegen den zweiten antreten, usw.. Der achte traf auf den ersten, was Wolfram und Wolf erwischte, die aus diesen Viertelfinalkämpfen ausschieden. Günther hatte sich als siebter etwas besser als Wolf platziert, verlor aber gegen den zweiten der Rangliste Andreas Ziegler. Jens landete auf dem 13. Platz und schied schon früh aus – kein Wunder nach seiner Anreise erst am Wettkampftag, die in aller Frühe um fünf Uhr begonnen hatte.

Marc Mauch (leicht verdeckt) im Finale um die Bronzemedaille

Marc schaffte als Fünftplatzierter der Vorrunde einen Sieg gegen den favorisierten Marc Lang. Sie waren punktgleich, somit zählte die Anzahl der 10er, bei denen Marc Mauch mehr erzielt hatte. Er zog dadurch ins Halbfinale ein, wo er gegen Peter Mangold antreten musste, was er allerdings am Sonntagvormittag verlor. Dadurch zog er ins kleine Finale um die Bronzemedaille am Nachmittag ein.

Auf einer flachen Wiese vor versammeltem Publikum fanden dies Finals um Gold/Silber sowie um Bronze oder „Holz“ statt. Direkt hinter und neben den Schützen das versammelte Publikum. Hautnahe, prickelnde Atmosphäre, extrem anspruchsvoll. Marc schaffte als einziger Herr der Bogenjäger den Weg in die Finals. Bei seinem Kampf um Bronze zog er gegen Stefan Fischer leider den Kürzeren. Dennoch Hut ab – ein Riesenerfolg für Marc.

Die übrigen Traditionellen-Recurvebogen-Schützen hatten unterdessen ihre Platzierungen ausgefochten. Günther Manz schaffte bei den jungen Senioren Rang sechs, sehr knappe zwei Punkte vor Wolf. Jens landete nach starker Verbesserung schließlich auf dem zehnten Schlussrang, Wolfram wurde achter.

Unsere Amazone Anja Luisa hatte schon in den Vorrundenwettkämpfen ihr Können aufblitzen lassen, war mit sehr hohen Punktzahlen aufgefallen und marschierte unangefochten ins Gold-Finale am Sonntag ein.

Goldfinale mit Anja Berger (links) und Anja Luisa „Lu“ Riedel rechts daneben
Es geht sehr eng zu – nichts für schwache Nerven. Lu hat die Ruhe weg und sieht sich im Fernglas die Killzone an

Hier lief sie dann zur Höchstform auf: Die vier Tierplastiken waren jeweils von äußerst magerer Figur und standen auf maximal möglichen Entfernungen – also extrem schwer gestellt.

Trotz dem Duell Frau gegen Frau bleiben beide faire Sportlerinnen

Lu meisterte diese Herausforderung mit Bravour und erzielte phänomenale 70 von 80 möglichen Punkten, wo die meisten visierlosen Schützen rund 30 bis 40 Punkte erzielten, manche noch weniger. Gratulation für diese super Leistung.

Lu konnte damit das Finale der Bowhunterliga bereits zum dritten Mal gewinnen bei zwei Silbermedaillen.

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