Süddeutsche Meisterschaft in der Halle

Starke Stuttgarter Schützen

Schauplatz der Süddeutschen Meisterschaften in der Halle war Anfang Februar wie in den Jahren zuvor die Sporthalle in Hechingen zu Füßen der Burg Hohenzollern. Die Stuttgarter Bogenjäger waren mit sieben Schützen recht zahlreich am Wettkampf über zwei Tage vertreten.

Los ging’s bereits am Samstag. Wolf-Martin Riedel startete in der Klasse „Traditioneller Recurve“ bei den Jungen Senioren.

Tatsächlich ging er mit 217 Punkten in Führung – eine deutliche Steigerung gegenüber 2025, als er mit 202 Punkten den dritten Platz belegt hatte.

Anja Luisa Riedel ging zeitgleich mit ihm in der Klasse „Bowhunter Recurve“ bei den Jungen Seniorinnen auf die Planche und hämmerte Pfeil für Pfeil ins sogenannte „Gold“, den höchsten Wertungsbereich, der hier eigentlich weiß ist. Von sechzig Pfeilen trafen 30 sogar ins „X“, einer weiteren Unterteilung im Gold. Ihr phänomenales Ergebnis von 260 Punkten liegt um neun Punkte über dem bestehenden Weltrekord!

Leider gelten Rekorde nur, wenn sie bei Welt- oder Europameisterschaften erzielt werden. Anja Luisas Titel der Süddeutschen Meisterin war damit natürlich souverän gesichert, während Wolf noch zittern musste.

Denn am Sonntagmorgen folgten weitere Konkurrenten in den Wettkampf, darunter in der Klasse TRB bei den Jungen Senioren der Vorjahressieger Gideon Weber aus Rottenburg sowie Günther Manz und Gerhard Cantz von den Stuttgarter Bogenjägern. Beide konnten sich gegenüber 2025 ebenfalls deutlich steigern, aber ihre Punktzahlen reichten nicht ganz an die von Wolf heran. Auch der Vorjahressieger Weber schaffte die von Wolf vorgelegte Punktzahl nicht. Das bedeutete also für Wolf die Goldmedaille, Silber für Weber und für Gerhard Bronze. Premieren für beide: Wolfs erste Goldmedaille und für Gerhard der erste Podiumsplatz in der Halle überhaupt. Von den Stuttgarter Bogenjägern nicht dabei war diesmal Lothar Hahn, der 2025 noch den zweiten Platz belegt hatte – er hätte bestimmt ebenso ein gewichtiges Wörtchen mitgeredet. Ebenso fehlte Reinhard Meyer, der auch schon einen Titel geholt hatte.

Für Anja-Nicole Hagemann bedeutete Platz drei bei den Damen in der Klasse TRB ein super Ergebnis, denn sie feierte damit bei ihrem ersten Hallenwettkampf gleich ihr erstes Podium. Ihr Mann Dirk Hagemann belegte bei den TRB-Herren den tollen siebten Rang.

Große Freude dann auch in der Klasse der „Historischen Bögen“, in der die Bögen komplett aus Holz nach historischen Vorbildern gefertigt sein müssen und ausschließlich mit Holzpfeilen geschossen werden dürfen. Matthias Valero sprang bei den Jungen Senioren ganz oben aufs Treppchen: Nach seinem zweiten Platz im Jahr 2024 und dem dritten 2025 gelang ihm damit nun endlich der ersehnte Titelgewinn. Die Entscheidung war höchst spannend und denkbar knapp und fiel erst ganz zum Schluss: Nervenstark siegte Matthias mit einem einzigen Punkt Vorsprung.

Eine tolle Ausbeute also für die Stuttgarter Bogenjäger: dreimal Gold und zweimal Bronze.